6. Mai bis 4. November 2018


Sonderausstellung

"Fritz Wolf und die Musik"

 

Fritz Wolf, dieser Name war eine Institution im Osnabrücker Land, denn von 1949 bis zu seinem Tod 2001 kommentierte er die große Politik und die kleinen Eigenheiten seiner Landsleute mit spitzer Feder als Hauskarikaturist der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. In diesem Jahr wäre Wolf 100 Jahre alt geworden.

 

Persönlich war der Künstler in der Region bestens vernetzt und erfüllte manche Bitte heimischer Vereine oder (Karikaturen-)Freunde um eine humorvolle Zeichnung. Seine große Liebe gehörte der Musik: „Sind Sie Beethoven?“, fragen die Möbelpacker ungläubig, als sie den schweren Flügel endlich vor die Etagentür des Meisters gewuchtet haben. Dieser begrüßt sie mit den Händen in den Taschen und unwirsch ob solch kulturellen Banausentums. So jedenfalls stellte sich Fritz Wolf den „ersten Klaviertransport“ vor, den er sodann zeichnerisch in Szene setzte.

 

Wolf selbst favorisierte bei seinen eigenen musikalischen Versuchen indes nicht die Tasten, sondern zumeist die Klampfe: ganz so, wie er es in der Jugendbewegung kennen und schätzen lernte. Solcherlei Erfahrungen setzte er seit den späten 1940er-Jahren für die katholischen Jugendzeitschriften „Die Wacht“ und „voran“ in Illustrationen um und entwickelte dabei einen eigenen Stil. Wolf liebte Mozart, zollte Bach Respekt, ließ sich aber auch von Simon und Garfunkel fesseln. Und für Louis Armstrong avancierte er innerhalb seines Bekanntenkreises gar zum Experten. Und er karikierte Konzerte etwa von Yehudi Menuhin oder Paul Hindemith, dessen Dirigat in Osnabrück er für das Feuilleton der „Neuen Tagespost“ mit wenigen Strichen im Bild festhielt.

 

Die Sonderausstellung „Fritz Wolf und die Musik" ist in Zusammenarbeit mit der Fritz-Wolf-Gesellschaft Osnabrück entstanden. Dazu gibt es diverse Drucksachen (Kalender, Postkarten, Biografie etc.) im Museum käuflich zu erwerben.


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